Raha Golestani · Konstantin Schönfelder

Raha Golestani und Konstantin Schönfelder: Im All der Zeichen: Der Semionaut Günther Uecker

In Golestanis und Schönfelders Untersuchung Im All der Zeichen. Der Semionaut Günther Uecker wird Günther Ueckers Arbeitsweise als Prozess „performativer Übersetzung“ (Bourriaud) diskutiert. Sein Werk wird hier als Vermittelndes zwischen Welten und Medien besprochen. Ein Fokus liegt auf seinem Druckzyklus Huldigung an Hafez (2015), in dem der Künstler in einen interkulturellen Dialog mit der Lyrik des persischen Dichters Hafez aus dem 14. Jahrhundert tritt. Uecker arbeitet dabei auf sprachlicher, medialer und kultureller Ebene. Die seinem Ansatz zugrundeliegende performative Praxis lässt, so die Autor*innen, eine Deutung dieses und anderer Werke Ueckers jenseits essentialisierender Zuschreibungen zu.

Autor*innen
Raha Golestani

Raha Golestani (*1993) ist eine in Teheran geborene interdisziplinäre Künstlerin, Wissenschaftlerin und Kunstvermittlerin. Sie lebt in Frankfurt am Main lebt. Golestani hat einen BFA in Malerei (Universität Teheran) und einen MA in Ästhetik (Goethe-Universität Frankfurt). Ihr Masterstudium schloss sie 2022 mit einem Goethe Goes Global-Stipendium über die Kunst der persischen Diaspora ab. Derzeit forscht sie mit einem Promotionsstipendium an der Goethe-Universität über die Verstrickungen von Exotismus und Selbstexotismus in der zeitgenössischen Kunst. Ihre kulturelle Arbeit umfasst Stationen am Kulturinstitut Rooberoo Mansion in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut in Teheran, dem Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik und der Frankfurter Malschule.

Konstantin Schönfelder

Konstantin Schönfelder (*1994) lebt als freier Autor in Frankfurt am Main. Nach seinem Studium der Politikwissenschaft in Leipzig und Washington, D.C., folgte ein Master in Politischer Theorie an der Frankfurter Goethe-Universität. Parallel dazu durchlief er im Rahmen eines Stipendiums eine journalistische Ausbildung. Er ist künstlerischer Leiter des digitalen Kulturprojekts PRÄPOSITION, das an einer neuen Inszenierung von Text und Sprache arbeitet. Sein Essay-Band Gesellschaft Eine Insel gewann den Preis als eines der „Schönsten deutschen Bücher“ der Stiftung Buchkunst im Jahr 2021. Seine weiteren Arbeiten umfassen literarische Radiofeatures für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk sowie textliche Veröffentlichungen (Neue Rundschau, Reportagen Magazin etc.).