
Künstlerische und wissenschaftliche Erfolge aus dem Alumni-Netzwerk
Das Günther Uecker Institut | Institut für Umwelt & Gestaltung unterstützt Wissenschaftler*innen und Künstler*innen bei ihren Projekten. Wir fördern Arbeiten, die besonders innovativ sind. Besonders freuen wir uns, wenn zudem das so entstehende Netzwerk sichtbar wird und nachhaltig wirkt. Oder wenn unsere Alumni neue Projekte entwickeln und damit sowohl ihre als auch unsere Aktivitäten ständig erweitern.
Nick Böhnke war als Mitherausgeber an der Publikation Sehen Sie – überall: Studien zu den frühen Aktionen von Wolf Vostell beteiligt. Der Band widmet sich den frühen Aktionen des Fluxus‑Künstlers Wolf Vostell und beleuchtet zentrale Aspekte seines experimentellen Schaffens. Klaus Gereon Beuckers und Nick Böhnke (Hrsg.), Sehen Sie – überall: Studien zu den frühen Aktionen von Wolf Vostell, Universitätsverlag Kiel | Kiel University Publishing, Kiel 2025. https://macau.uni-kiel.de/receive/macau_mods_00005494
Isa Fontbona absolvierte im Herbst 2025 eine künstlerische Residenz in den Kapellen des ehemaligen Klosters Sant Agustí in Barcelona. In diesem besonderen historischen Kontext entstand ein Performance, die gesellschaftliche Rhythmen und Beschleunigungsprozesse unserer Gegenwart reflektiert und diese mit einer persönlichen Lebensphase sowie der Geschichte des Ortes – einst Kloster, später Gefängnis für Rom*nja‑Frauen – verbindet. https://www.materic.org/en/performance-art-with-isa-fontbona-and-rita-noutel
Parallel dazu befindet sich Isa Fontbona in den letzten Zügen der Veröffentlichung ihrer Dissertation als Buch in katalanischer Sprache mit dem Titel (sinngemäß) Flexing Muscles: Geschlechterambiguität im Bodybuilding zwischen sportlicher Praxis und künstlerischer Forschung. Zudem wurde ihr wissenschaftlicher Artikel „Bodybuilding: The muscular body as political artifact. A critical-creative approach to the body in capitalist societies“ zur Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Contention. The Multidisciplinary Journal of Social Protest angenommen.
Daniel Wolter ist seit 2025 Postdoc am Just Transition Center der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und forscht zu Fragen der gerechten und nachhaltigen Transformation in Gesellschaft und Wirtschaft. Das Just Transition Center beschäftigt sich mit interdisziplinärer Forschung und innovativen Ansätzen für gerechte Übergangsprozesse, die wissenschaftliche Erkenntnisse in gesellschaftlich relevante Lösungen transferieren. Mehr über das Center: https://jtc.uni-halle.de/
Marie Götze präsentierte im Herbst 2025 eine künstlerische Arbeit, die sich mit urbanen Hinterlassenschaften auseinandersetzt: „Viele Reste schwammen im Fluss Mtkwari (Kura) durch Tbilisi, bis sie sich bei hohem Wassergang in der Flora des Ufers verfingen, und zum Kontaminator wurden. Während der Zeit des Überganges, den Days of the Dead und der reichen Ernte wurden einige dieser Hinterlassenschaften im Verfahren des Urban Trashure Mining geborgen, gesäubert und während des Herbs & Trash for Nerds Festivals (10/2025) zum Stoff für Habitat und Habitus des Wiedergangernden weiterverarbeitet.“
In Kooperation mit Anastasiia Kriazhevskaia, Josh Nadeau und dem Herbs for Nerds Collective
Xiao Xiao veröffentlichte in den Jahren 2024 und 2025 mehrere Publikationen an der Schnittstelle von Kunst, Philosophie und Kunstwissenschaft. Dazu zählen der Band Dreihundert Berge, Kerber Verlag, Bielefeld/Berlin 2024; sowie der gemeinsam mit Eva Koethen verfasste Dialog „Der kunstwissenschaftliche Blick aus interkultureller und phänomenologischer Perspektive“, erschienen in: Die Dinge sein lassen. Husserl und Heidegger, Schriftenreihe der Martin-Heidegger-Gesellschaft, Bd. 16, Verlag Karl Alber, Baden-Baden 2025. Ergänzend publizierte Xiao Xiao eine Buchrezension zu Hans-Dieter Mutschlers „Philosophie für Künstler und Künstlerinnen. Die emotional-ästhetische Basis unserer Grundbegriffe“ (in: Philosophie erzählt, Bd. 16, Verlag Karl Alber 2024) in der Fachzeitschrift Aufklärung und Kritik, herausgegeben von der Gesellschaft für kritische Philosophie Nürnberg (2025).
Wir gratulieren allen Alumni herzlich zu diesen vielseitigen künstlerischen und akademischen Erfolgen!